Wi fohr‘n to Brarupmarkt!

Wi fohr‘n to Brarupmarkt!

Vom 24. – 28. Juli 2009 ist in Süderbrarup (Kreis Schleswig-Flensburg) wieder der Brarupmarkt zu erleben. Ein traditionsreicher Jahrmarkt, dessen Geschichte bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht.
Zur jüngeren Tradition des Marktes gehört es leider, dass junge Neonazis dieses ländliche Event nutzen, um gemeinschaftlich aufzutreten. Durch aggressives Gehabe und tatsächliche Übergriffe versucht ein ansonsten wenig einheitlicher Nazi-Mob den Markt zu dominieren und einen braunen Stempel aufzusetzen. Neonazis aus dem Kreisgebiet und aus anliegenden Kreisen zeigen sich dabei äußerst gewaltbereit.

Organisationen der Antinazibewegung haben sich entschlossen, in diesem Jahr dem Treiben von rechtsaußen die nötige Aufmerksamkeit zu widmen und das Problem zu thematisieren.

Im Kreis Schleswig-Flensburg haben sich die Menschen in der Vergangenheit sehr erfolgreich gegen Aktivitäten und Bestrebungen der kleinen örtlichen Naziszene behaupten können. Zwei geplante Aufmärsche (Kappeln, Glücksburg) konnten sogar aufgrund antifaschistischer Intervention nicht stattfinden. Dazu hat eine dümmliche Mahnwachen-Manie* einiger verwirrter Politpsychos der lokalen NPD ein stabiles Antinazi-Netzwerk geschaffen, welches in der Lage ist flexibel und erfolgreich auf Naziprovokationen zu reagieren.

Wir sehen daher keinen Grund das bedrohliche Szenario, insbesondere für Menschen nichtdeutscher Abstammung und Linke, auf dem Brarupmarkt weiter hinzunehmen. Der Zeitpunkt ist günstig, um der braunen Vereinnahmung des Marktes zu begegnen.

Antinazis treffen sich am 25. Juli ab 14h in der Königsstraße in Süderbrarup (direkt am Marktplatz). Dort findet ein Happening gegen Nazis mit Infostand, Kaffee und Kuchen statt.

Für einen nazifreien Kreis! Antifaschistische Aktion!
Wi fohr‘n to Brarupmarkt!

Es rufen auf:
AAW=Antifaschistische Aktion Würfel
AAE=Antifaschistische Aktion Eckernförde
Ver.di Jugend
Beat them back, Flensburg

*In den letzten zwei Jahren bemühte sich die NPD vergebens Infotische in Dörfern und Kleinstädten der Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg durchführen zu können. Regelmäßig wurden die Infotische be- oder verhindert. Die NPD konnte trotz krampfhafter Anstrengungen nicht an politischen Boden gewinnen.


1 Antwort auf “Wi fohr‘n to Brarupmarkt!”


  1. Gravatar Icon 1 Markus 17. September 2010 um 18:10 Uhr

    Tolle Aktion, nur wurde leider die Straftat, welche es in die Medien geschafft hat, auf dem Brarupmarkt von einer Gruppe Migranten verursacht….

    Ziel verfehlt, kann aber schonmal im THC und Alk rausch passieren, euch sei verziehen.

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